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Wege des Wissens – Epochen der Menschheit in zwölf Bildern

 

China

Hong – die Dauer. Ein Zeichen, das in das geistige Zentrum eines Giganten führt. Unter den Hochkultu-ren ist China einzig an Kontinuität – weltanschaulich, kulturell, politisch. 3500 Jahre bis auf unsere Zeit hinab arbeiten mächtige Dynastien, über Perioden des Zerfalls, der Zersplitterung und der mongoli-schen Fremdherrschaft hinweg, am Bau des feudalis-tischen Riesenreiches. Lange Epochen glanzvoller Kultur ragen aus Jahrhunderten kriegerischer Wirren, nehmen die Traditionen wieder auf, setzen erneut Stein auf Stein.

China – das ist auch das Reich der Tse, der Meister. Kung-fu-tse (Konfuzius) und Lao-Tse schmieden aus mythischen Urgründen die großen zusammenhalten-den Lehren für Staat, Familie und Individuum. Den Kosmos durchwaltet das Tao, hier als Sittlichkeit und Gesetz, dort als Sinn und Weg. Ahnenkult, Großfami-lie und Patriarch: Sie bilden die Eckpfeiler ethischer Praxis und Pflicht. Und allen weist das Orakel die noch verborgenen, gesetzmäßigen Entsprechungen von Himmel und Erde.

 

 

 

 

 

Die Künste illustrieren ein Weltbild, das den Westen von jeher in ehrfürchtiges Staunen versetzt: Kalligraphie, Tuschmalerei, Porzellankunst, Musik: Arsenale filigraner Kontemplation, der Versenkung in die Linien des Seins, den Hauch des Vergehens. Durch die Jahrhunderte künden Dichtungen, überliefert in der weltältesten noch in Gebrauch befindlichen Schrift, von volkstümlichen Abenteuern, erotischen Romanzen, vom ewigen Reich des Tao.

© Horst Kappen 2000/2017                                        zurück

 

 

 

 

 

 

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    Beispiel 2